Der Ausschuss “Wohnen im Alter: Soziales, Teilhabe, Integration, Generationendialog hat anlässlich der
1. Vollversammlung des Seniorenrats in der Periode 2026 — 2029 am 30. April 2026 Folgendes berichtet:
Im Ausschuss engagieren sich 9 Mitglieder:
Hans Anderer (Pate), Lydia Bauer-Hechler, Beate Gringmuth, Inge Hartosch, Renate Kaiser, Joachim Fulde, Kurt Kehr, Adalbert Scheuerer, Ulrich Schuberth
Zusammenfassung des Tätigkeitsberichtes vom 30. April 2026
Der Ausschuss nimmt sich unter dem Titel „Wohnens im Alter: Soziales, Teilhabe, Integration, Generationendialog“ den pflegebedürftigen Senioren und Seniorinnen an. Hinsichtlich der Verhinderung oder Verzögerung des Beginns akuter Pflegebedürftigkeit durch gesundheitliche Prävention, Rehabilitation, alternativen Wohnmöglichkeiten, niederschwelliger Alltagsunterstützung, etc. bemüht sich der Ausschuss um übergreifende Lösungen. Im Rahmen dieser übergreifenden Tätigkeiten sucht der Ausschuss Kontakt zu Zuständigkeiten in der städtischen Verwaltung für Gesundheit, Schule, Jugend, Soziales und Bauwesen.
Systemischen Mängel in der Pflege: Es gibt zu wenig Pflegeplätze und Pflegekräfte. Vorhandene Betten können aus Pflegekräftemangel nicht immer belegt werden. Es gibt zu wenig Tages‑, Kurzzeit- und Verhinderten-Pflegeplätze und zu wenig kliniknahe geriatrische Nachversorgung. Die Pflege-Kosten steigen übermäßig, mehr als die Hälfte der Bewohner kann die Heimkosten nicht bezahlen. Die Pflege reduziert sich häufig auf das Nötigste, da der Krankenstand des Personals arbeitsbedingt hoch ist. Berufsbetreuer sind mit Ihren Aufgaben häufig am Limit.
Statistische Zahlen für Fürth 2025 (teilweise prozentual abgeschätztè Grundlagen sind Ermittlungen mittels bayerischer- und deutschlandweiter Statistiken wie GENESIS, Regionaldatenbanken, Pflegestatistik, Kreistabelle, etc.)
Pflegebedürftige bei einer Einwohnerzahl von 132 036 in Fürth:
Fürth hat ca. 25 000 Senioren > 65 Jahre, davon sind ca. 1/3 pflegebedürftig: dies ist abgeleitet aus BRD-Statistik ca. 7% der Bevölkerung.
Die Ableitung ergibt ca. 9000 pflegebedürftige Senioren und Seniorinnen in Fürth.
Davon leben nur 14 % lt. BRD-Statistik in Heimen d.h. ca. 1200 in Fürth.
Lt. BRD-Statistik werden > 80% Zuhause gepflegt, davon bekommen wiederum nur ca. 20% Hilfe über ambulante Dienste. Für die verbleibenden ca. 80% sind die Familien oder Freunde oder niemand zuständig (evtl. mit Pflegegeld)
Tätigkeitsgruppe 1:
Wohnen in Pflegeheimen, Tages‑, Kurzzeit‑, Verhinderungspflege, Servicewohnen, betreutes Wohnen, Geriatrie, kliniknahe Reha, etc: Hierzu werden Gespräche mit Heim‑, Pflegeleitung und Bewohnervertretung, FQA und MDK, Klinikpflegeleitung, Überleitung, Geriatrie, Reha und AOK zur aktuellen Pflegesituationen geführt.
Tätigkeitsgruppe2:
Wohnen zu Hause von pflegebedürftigen und alltags hilfebedürftigen älteren Menschen: Die Aufgabe umreist das Schaffen von Möglichkeiten und Erarbeiten von Konzepten die Lebensverbesserungen bringen. Hierbei denken wir an Nachbarschaftshilfe, Teilhabe, Generationendialog, Einsamkeit, Jung hilft Alt, Netzwerke, Altersarmut, niedereschwellig Hilfe im Haushalt, Barrierefreiheit, bezahlbarer Wohnraum, u.a. Hierzu sind Kontakte erforderlich zu Hausärzten, ambulanten Diensten, Kirchen, sozialen Diensten hinsichtlich Gesundheits- und Einsamkeits-Prävention.
Tätigkeitsgruppe 3:
Alternative Wohnformen im Alter, auch für demenziell Erkrankte: Die Tätigkeiten umfassen das zusammentragen von Informationen und das erarbeiten von Konzepten zu Mehrgenerationenwohnen im Eigentum oder zur Miete, zu Wohnungstausch und privatrechtlichen WGs, etc. Dazu sind Gespräche mit Bauträgern, Baugenossenschaften, mit Einrichtungen die alternative Wohnprojekte bereits realisiert haben und auch mit ambulanten Pflege-Diensten, die Interesse zu solchen Projekten bekunden notwendig
Ulrich Schuberth Renate Kaiser
Ausschussvorsitzender Stellvertreterin