Die Wasserschöpfräder an der Regnitz gehören zu den einmaligen Kulturdenkmälern in unserer Region. Mit den Schöpfrädern wurden oft ausgedehnte Bewässerungsnetze betrieben.
Das Wasserrad in Stadeln kennen viele vom Wasserradfest am Himmelfahrtswochenende. Es ist zwar eine Rekonstruktion nach historischen Vorbildern aus dem Jahr 1991, aber man sich seiner Faszination nur schwer entziehen. Auf der Radtour des Seniorenrats am 18.09.2025 von der Neuen Feuerwache in Fürth über Möhrendorf zurück nach Fürth war das Stadelner Wasserrad die erste Station.
Auf dem Renitzradweg ging es über Eltersdorf und Erlangen nach Möhrendorf. Leider ist das Wasserschöpfrädermuseum in Möhrendorf zur Zeit nicht mehr vorhanden. Wikipedia schreibt zu den Möhrendorfer Wasserschöpfrädern: “Die Wasserschöpfräder in Möhrendorf sind bereits für den Anfang des 15. Jahrhunderts belegt. Im Jahre 1805 waren an der Regnitz zwischen Fürth und Forchheim auf einer Länge von ca. 25 Flusskilometern noch etwa 190 solche Wasserräder in Betrieb, so viele wie an keinem anderen Fluss in Mitteleuropa. Man vermutet, dass die in Mesopotamien bereits 250 Jahre v. Chr. bekannte Technik durch Kreuzritter, Jerusalempilger und Nürnberger Kaufleute nach Franken gebracht wurde.”
Siehe auch: Historische Wasserschöpfräder / Historical waterwheels
Von dem Platz, an dem das Freilandmuseum stand, ging die Radtour nach Oberndorf. Am Rande des Oberndorfer Weihers im Biergarten der Fischküche Reck gab es zum Mittagessen für einige den ersten Karpfen der Saison.
Nach dem Mittagessen fuhren wir durch die Regnitzauen vorbei am Langen Johann durch Alterlangen an den Main-Donau Kanal. Vor der Schleuse Kriegenbrunn fuhr die Gruppe dann wieder ins Regnitztal. Unter der Autobahnbrücke über die Regnitz gab es die letzten Instruktionen für die Heimfahrt nach Fürth. Für den einen oder anderen war es günstiger, bei Hüttendorf wieder am Kanal entlang zu fahren, die anderen fanden ihren Heimweg über Eltersdorf, Mannhof und Stadeln nach Fürth.
Am Ende waren es fast 50 Kilometer mit dem Pedelec, die die Gruppe zurückgelegt hat. Das Wetter war perfekt, sonnig, aber nicht zu warm. Besonders schön an dieser Tour war auch, dass der größte Teil der Strecke über Rad- und Feldwege und wenig befahrenen Straßen führte.
Organisation der Tour und Guide: Hans Gau
Begleiter: Hans Anderer, Franz Cerny, Klaus Schönmetz
Text: Hans Anderer
Bilder: Franz Cerny, Hans Anderer






